VfB 91 Suhl : VCO Berlin . Volleyball Bundesliga Frauen . 30.10.2016 .
VfB 91 Suhl : VCO Berlin . Volleyball Bundesliga Frauen . 30.10.2016 . "Wolfsgrube" Suhl (Foto: Olaf Bußler)

Potsdam nimmt Pokal-Revanche – Suhl verpasst knapp Überraschung

Mit einem 3:1-Erfolg für den Favoriten SC Potsdam gelang dem Gast sozusagen die Revanche für die 2:3-Niederlage aus dem Pokalheimspiel des Vorjahreswettbewerbes. Beim Pokal-Achtelfinalspiel 2016 in Suhl konnten die Zuschauer in der stimmungsvollen „Wolfsgrube“ ein spannendes Spiel live miterleben.

Zu Beginn des ersten Satzes konnten die VfB-Spielerinnen ihre Nervosität beim ersten Auftritt vor heimischer Kulisse nicht so recht ablegen und gerieten schnell in die Hinterhand. Zu viele Fehler in Annahme und Aufschlag ließen keine Satzwende zu, so dass die Gäste ihren Vorsprung souverän ausbauten und am Ende mit 25:17 Punkten gewannen. Nach dem Seitenwechsel ein ganz anderes Bild: kämpferische Suhlerinnen schafften mit gefährlichen Aufgaben und einer sehr guten Blockabwehr schnell einen 8:3-Vorsprung, insbesondere die junge Diagonalangreiferin Katharina Holzer konnte in dieser Phase überzeugen. Zwar konnte Potsdam zwischenzeitlich verkürzen, doch über die Stationen 16:13 und 24:17 war der erste Pflichtspiel-Satzgewinn für den VfB nahe. Mit dem vierten Satzball gelang dies auch und der Satzausgleich war geschafft – 1:1.

Im dritten Spielabschnitt gab es ein Duell auf „Netzkantenhöhe“, kein Team konnte sich entscheidend absetzen, es gab erneut sehenswerte Ballwechsel und Spannung bis zum Schluss. Am Ende hatte Potsdam das glücklichere Ende erwischt und konnte mit dem 25:23-Satzgewinn mit 2:1 in Führung gehen. Im entscheidenden vierten fast ähnlich wie im zweiten Satz, erwischte nun Suhl wieder den besseren Start nach der Satzpause. Mit 6:2-Führung ein Start nach Maß, doch die Gäste fingen sich wieder und mit einer starken Feldabwehr holten die Carli-Schützlinge Punkt für Punkt auf und konnte beim 9:9 ausgleichen. In den folgenden Ballwechseln merkte man, wie bereits in den ersten 3 Sätzen, die teils fehlende Abstimmung im Zusammenspiel des VfB-Teams, da die Damen um Cheftrainer Han Abbing erst seit wenigen Tagen und Wochen mit dem vorhandenen Kader trainieren konnten. Drei Matchbälle konnte Suhl noch abwehren, doch der vierte Angriffsball landete zum 25:23 im Feld der Gastgeberinnen.

Potsdam feierte den hart erkämpften 3:1-Sieg sowie den Einzug ins Pokalviertelfinale (mit Auswärtsspiel in Aachen). Bei beiden Teams wurden die Zuspielerinnen als wertvollste Spielerinnen seitens der gegnerischen Trainer ausgewählt und geehrt. Die VfB-Damen wurden trotz der Niederlage vom sachkundigen Publikum für eine couragierte und kämpferische Leistung gefeiert. Für das kommende erste Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen LiB Aachen hoffen die Suhlerinnen auf eine weitere Leistungssteigerung und die ersten Bundesligapunkte in der neuen Saison.

Satzergebnisse VfB-SCP: 17:25, 25:20, 23:25, 23:25

Sports & Travel MVP-Wahl: Gold: Denise Imoudu (SCP), Silber: Laurianne Delabarre (VfB)

Zuschauer: 550

 

 

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