Sieg über VCO Berlin

Die ersten 3 Satzgewinne – die ersten Punkte und der erste Sieg in der neuen Bundesligasaison, der VfB 91 Suhl feierte das gelungene „Punkte-Comeback“ in der höchsten Deutschen Spielklasse. Und die Vorzeichen vor der Begegnung gegen die Nachwuchstalente aus Berlin hätten nicht ungewöhnlicher sein können, denn der VCO konnte am Vorabend überraschend 3:2 in Erfurt gewinnen und der VfB hatte noch an der klaren, vielleicht sogar vermeidbaren 0:3-Niederlage gegen Aachen zu knabbern.

Doch wie schon am Vortag, erwischte der Suhl einen sehr guten Start in das Match. Über die Stationen 8:5 und 16:11 erarbeiteten sich die Südthüringerinnen einen komfortablen Vorsprung, den sie bis zum 25:14-Satzgewinn ausbauten. Aus einer verbesserten Annahme heraus, konnten die Abbing-Schützlinge ein druckvolles Angriffsspiel von allen Positionen aufziehen. Dies spiegelte sich auch im zweiten Abschnitt wieder, als der VfB über die Zwischenstände 8:7 und 16:13 führte und im Endspurt weiterhin konzentriert zu Werke ging. Die jungen Berlinerinnen scheiterten zudem oft am Block, insbesondere Veronika Hroncekova schien fast unüberwindlich. Mit 25:18 Punkten ging Suhl dann 2:0 nach Sätzen in Führung und wollte jetzt den Dreisatzsieg.

Doch wie tagszuvor der VCO in Erfurt die Partie drehte, starteten die Nachwuchstalente weitaus besser in den dritten Satz. Annahmeprobleme beim VfB und mutigere Aktionen bei den Gästen brachten Berlin einen 7:2-Vorsprung. Doch angetrieben vom stimmungsvollen Publikum und einem in allen Elementen überragenden VfB-Mannschaftskapitän Claudia Steeger, gelang beim 11:11 wieder der Ausgleich und danach die 13:12-Führung. Dieser Spielwende hatten die VCO-Spielerinnen dann nicht mehr viel entgegenzusetzen. Man merkte ihnen jetzt auch die Anstrengungen vom Vorabend-Tiebreak an. Suhl zog bis auf 17:12 davon und damit war auch der Kampfeswille gebrochen. VCO-Trainer Frydnes versuchte noch mal alles, wechselte mehrmals in seinem Team, doch mehr als das Verkürzen auf 15:17 Punkte war nicht mehr drin. Mit 25:19 gewann das Team um Han Abbing, der sein 125. Bundesligaspiel als VfB-Trainer absolvierte, auch den dritten Satz letztendlich souverän.

Damit erspielten sich die Suhlerinnen den ersten Saisonsieg und konnten sich mit Claudia Steger, die ihrerseits für ihr 200. Bundesligasspiel im Trikot des VfB 91 Suhl geehrt wurde, feiern lassen. Die Jubilarin verdiente sich mit ihrer gezeigten Leistung auch diesmal zurecht die Ehrung als „Sports&Travel-MVP“ des Spiels. Am kommenden Samstag heißt es dann „Thüringen-Derby-Zeit“ und im vierten Pflichspiel mit Heimrecht hintereinander, ist dann Aufsteiger Schwarz-Weiß Erfurt zu Gast.

 

 

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