Gutes Spiel – kein gutes Ergebnis

Trotz zwischenzeitlicher Führungen und eines größtenteils engagierten Auftritts bei den heimstarken Aachenerinnen mussten die Suhlerinnen erneut in den Satzfinals ihren Nerven leider Tribut zollen.

Die Damen des VfB Suhl LOTTO Thüringen hatten sich einiges vorgenommen in der Kaiserstadt. Und so begannen sie in den Sätzen jeweils stark, führten im ersten und zweiten Satz jeweils zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13 Punkten.
Doch im ersten Satz folgten danach zuviele Fehler in der Annahme, wodurch das Angriffsspiel nicht erfolgreicher aufgezogen werden konnte. Sechs Punkte in Folge für die heimstarken „Ladies in Black“ waren die Wende im Satz eins. Zwar konnte man noch einmal auf 20:21 verkürzen, doch eine erneute Fehlerserie der Südthüringerinnen besiegelte den durchaus unnötigen 21:25-Satzverlust.

Fast analog der zweite Satz: Aachen glich nach der zweiten technischen Auszeit auf 16:16 aus, dann wieder Zweipunkteführung für Suhl (19:17), die Ladies in Black kämpfen sich wieder heran und gingen ihrerseits mit 22:21 in Führung. Das war erneut der Knackpunkt, die Suhlerinnen kämpften zwar aufopferungsvoll, aber etwas glücklos in der Feldabwehr und mussten sich mit 22:25 geschlagen geben. Schade, da war erneut mehr drin für Abbing & Co., aber das eingespieltere Aachener Team erwies sich im Satzfinish erneut als die cleverere Mannschaft.

Im dritten Satz schienen nach einem Zwischenspurt der Gastgeberinnen (7:4) die Weichen früh gestellt, doch die VfB-Damen konterten kämpferisch und gingen ihrerseits nach einer Aufholjagd mit 9:7 in Führung. In dieser Phase hatte sich die Einwechslung zu Satzbeginn von Ashley Mariani bewährt, die am Aufschlag und im Angriff wertvolle Punkte erzielte. Ausgerechnet jetzt unterliefen der ansonsten gut aufgelegten Zuspielerin Lauren Plum zwei vermeidbare Fehler und Aachen konnte ausgleichen und sogar mit 11:9 in Führung gehen. Suhl konterte erneut und ging wiederum mit 13:12 in Führung und es bestand erneut die Hoffnung auf einen möglichen Satzgewinn. Doch danach häuften sich die leichteren Fehler am Aufschlag, in der Annahme und auch noch im Angriff. Als selbst der bis dahin erfolgreich agierende VfB-Mannschaftskapitän Tereza Patockova im Angriff scheiterte, war der dritte Satzverlust (19:25) und die 0:3-Niederlage nicht mehr zu vermeiden.

Bleibt erneut das Fazit, dass das Team sich weiter verbessert zeigt, noch zu unkonstant in den Leistungen ist und durchaus mehr im Aachener „Hexenkessel“ drin gewesen wäre und sich die Wölfe mit ihren Eigenfehlern wohl wieder selbst besiegt haben. Hoffentlich kann man das in den nächsten Spielen weiter abbauen und konstantere Leistungen abrufen, dann sind auch die ersten Ligapunkte drin.

Als Sports&Travel-MVP’s wurden Bongaerts (Aachen) und DeGeest (Suhl) gekürt.

Bereits nächste Woche steht das DVV-Pokalviertelfinale an, da kann der VfB Suhl LOTTO Thüringen in Wiesbaden mit einer konstanteren Leistung vielleicht für eine Überraschung und ein erfolgreicheres Auswärtsergebnis sorgen.

Translate »