Pokal-Aus nach 1:3 in Wiesbaden

Die Vorzeichen für die Südthüringerinnen vor dem Viertelfinalauftritt im DVV-Pokal gegen den favorisierten VC Wiesbaden waren alles andere als gut, da einige VfB-Spielerinnen mit diversen Verletzungen zu kämpfen hatten. So war u.a. Außenangreiferin Alexandra Malloy am Freitag im Training mit dem Fuß umgeknickt und musste gehandicapt in die Partie „gehen“, was sich dann leider auch auf einige Angriffsaktionen im Spielverlauf auswirkte.

VfB-Trainer Han Abbing versuchte, mit einer überraschenden Aufstellung zu Spielbeginn für Verwirrung beim Gegner zu sorgen. So gab er mit Katharina Holzer auf der Diagonalposition und Ashley Mariani als zweite Mittelblockerin neben Krista de Geest (am Ende auch als Suhler MVP geehrt) zwei Spielerinnen die Bewährungschance, die bisher noch nicht so oft zum Zuge kamen. Und Suhl führte zur Verwunderung der über 1.000 Zuschauer zur ersten technischen Auszeit mit 8:3 Punkten. Doch mit zunehmender Spielzeit und einer überragenden Zuspielerin Irina Kemmsies sowie der angriffssicheren Kimberly Drewniok wendete der blockstarke Gastgeber noch das Blatt im Spiel. Einige VfB-Annahmeprobleme ließen keinen schnellen Spielaufbau zu und zudem zeigte man einige Nerven im Angriff bei verheißungsvollen Aktionen. Schade, so brachte sich das Wolfsrudel selbst um den erhofften ersten Satzgewinn und verlor mit 21:25.

Im zweiten Satz stellte VfB-Coach Abbing um, doch irgendwie ging die Ordnung im VfB-Sechser verloren und man offenbarte größere Annahmeprobleme. Die VCW-Damen spielten sich in einen Rausch und neben Drewniok glänzte jetzt auch noch Tanja Großer, die erneut gegen Suhl zu starker Leistung fand und am Ende zur Wiesbadener MVP gekrönt wurde. Mit 11:25 ging dieser Satz deutlich verloren und die Südthüringerinnen mussten auf die Wende nach der 10-Minuten-Pause hoffen.

Tatsächlich agierte der VfB-Sechser wieder präsenter, wie im ersten Satz, und kämpfte erneut aufopferungsvoll. Angeführt von Mannschaftskapitän Tereza Patockova, die erneut mit gefühlvollen Angriffen glänzen konnte, gelang den Suhlerinnen der erhoffte Satzgewinn mit 25:22.

Auch im vierten Satz hielten die Wölfe das Spiel lange offen, auch wenn dieser Satz wieder von Achterbahnfahrten der Gefühle geprägt war. Punkteserien folgten meistens eigene Fehler. Ein deutliches Plus hatten die Wiesbadenerinnen vor allem auch auf der Zuspielposition, denn Nationalspielerin Irina Kemmsies führte dort überlegt Regie und glänzte mit einer überragenden Passquote und einem optimalen Einsatz ihrer Angreiferinnen. So konnte sich der favorisierte Gastgeber in der sogenannten „Crunch-Time“ absetzen und das Spiel mit dem 25:21-Satzgewinn im vierten Abschnitt entscheiden. Am Ende ist es sicherlich ein verdienter Sieg der Wiesbadenerinnen, die nun im Halbfinale auswärts in Stuttgart antreten müssen.

Für den VfB Suhl LOTTO Thüringen ist damit in dieser Saison Schluss im DVV-Pokal und das Team kann und muss sich jetzt voll auf die anstehenden Bundesliga-Spiele konzentrieren. Bereits am kommenden Wochenende steht der Doppel-Heimspieltag gegen den VCO Berlin und SC Potsdam an. Da gilt es, endlich die ersten Punkte zu erkämpfen. Hoffentlich sind bis dahin alle Blessuren der Spielerinnen überwunden und man kann dann, mit dem Heimpublikum vereint, die ersten Bundesligasiege in der Meininger Multihalle feiern.

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