Berlin-Brandenburger Wochenende mit nur drei Punkten beendet

Mit einem 3:1-Sieg erkämpft der VfB Suhl LOTTO Thüringen seine ersten Bundesligapunkte in der Saison 2017/18 gegen den VCO Berlin, tags darauf gab es nach wildem Schneefall keine Punkte gegen den SC Potsdam, weil den Suhler Wölfen mal wieder die Nerven versagten.

Drei Punkte durch 3:1 gegen VCO Berlin

Die Gastgeberinnen hatten sich viel vorgenommen und agierten zu Beginn des ersten Satzes hochkonzentriert. Mit einer 8:3-Führung ging es in die erste Pause, 16:11 hieß es zur zweiten technischen Auszeit und nach einer Aufschlagserie von Andie Malloy sowie einer starken Netzarbeit, konnte der VfB Suhl LOTTO Thüringen den ersten Satz deutlich mit 25:14 gewinnen. Leider setzte sich dies im zweiten Satz nicht fort, Unkonzentriertheiten und liegen gelassene Punktchancen kosteten dem VfB einen frühen Rückstand (7:12). Trotz mehrfacher Suhler Ausgleichsbälle, unter anderem zum 22:22, brachten die jungen Berlinerinnen den Satz mit 25:23 durch. Ausgeglichen begann der dritte Abschnitt, ein kurzer Wölfe-Zwischenspurt brachte eine deutliche 18:13-Führung. Doch das Gästeteam kämpfte aufopferungsvoll und verkürzte auf zwei Punkte. LOTTO Suhl machte aber weniger Fehler und beendete mit 25:22 den Satz. Damit schien die Moral der jungen VCO-Talente gebrochen, der VfB agierte fehlerlos und enteilte mit starker Aufschlagserie von Katarzyna Bryda auf 14:1. Mit 24:13 hatten die „Wölfe“ ihren ersten Matchball. Derer sollten noch sechs weitere Folgen, die Zuschauer wurden auf eine unnötige Nervenprobe gespannt und erst der siebte Angriff saß. Damit wurde der vierte Satz mit 25:19 und damit das Spiel 3:1 gewonnen.

Goldene Sports&Travel-MVP auf Suhler Seite wurde Mittelblockerin Krista de Geest. Die silberne Auszeichnung ging an Emma Cyris (VCO), mit ihren gewaltigen Aufschlägen und Angriffen beindruckte sie in Meiningen,

VfB verzockt beste Führungen gegen Potsdam

Gegen Potsdam schenkte Suhl zunächst den kompletten ersten Satz (14:25), dann eine 16:11 Führung im zweiten Durchgang her (22:25). Erst nach einigen Umstellungen, Katharina Holzer und Klaudia Konieczna rotierten in die Starting-Six, begannen die Wölfe spielerisch verbessert. Über 8:1 und 16:7 legte man erneut eine starke Anfangsphase hin. Und diesmal gelang es auch, diesen Vorsprung zum verdienten Satzgewinn ins Ziel zu bringen (25:17). Die Meininger Multihalle wurde wieder zum stimmungsvollen Hexenkessel und es bestand noch Hoffnung auf einen Tiebreak. Zunächst ging Suhl wieder in Führung, um danach wieder einen ihrer „Hänger“ zu fabrizieren, denn den Gästen gelangen 6 Punkte in Folge. Potsdam verwaltete den Vorsprung bis zum 16:12-Zwischenstand. Doch die „Wölfe“ schafften nicht nur den Ausgleich, sie gingen auch 22:20 in Führung. Dann begann ein Nervenkrimi – bei dem die Brandenburgerinnen eine überragende Angreiferin mit Marta Drpa hatten. Beim VfB wurden einfache Bälle nicht genutzt, die Annahme machte den Spielaufbau schwer. Auch Wechseloptionen wurden nicht ausgeschöpft. So kam, was kommen musste: Potsdam gewann mit 25:23 und damit 3:1 die Partie – aus Suhler Sicht ein unnötiges Ergebnis. Am Ende trauerten die Gastgeberinnen um die verpassten Chancen und stehen nach kämpferischer Leistung wieder mit punkteleeren Händen da. Auch auf den Zuschauerrängen herrschte Fassungslosigkeit über dieses Spielende, hatte man doch lange Zeit an einen Tiebreak und eine mögliche Fortsetzung des Spiels geglaubt. Da war definitiv mehr drin.

Als wertvollste Spielerinen wurden bei der „Sports&Travel-MVP“-Wahl die Suhlerin Klaudia Konieczna (Silber) und die Potsdamerin Marta Drpa (Gold) gewählt.

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