1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : VC Wiesbaden (0:3) . Multihalle Meiningen . 06.01.2018 (Foto: Tim Berks)
1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : VC Wiesbaden (0:3) . Multihalle Meiningen . 06.01.2018 (Foto: Tim Berks)

Enttäuschendes 0:3 gegen Wiesbaden

Nach einem missratenen Abend hat der VfB Suhl LOTTO Thüringen seinen Start ins neue Jahr verpatzt. Zu allem Überfluss konnten die Konkurrenten rund um den Suhler Tabellenplatz neun allesamt punkten. Somit wird der VfB fortan mit Erfurt und Potsdam um Platz 8 spielen. Vilsbiburg ist nach dem 3:2 in Schwerin wohl endgültig enteilt. Damit die Suhler Wölfe aber überhaupt weiter von den Playoffs träumen können, darf sich ein solch schwaches Spiel in der Rückrunde nicht wiederholen.

Suhl startete mit 2:0 in den ersten Satz und die vielen Zuschauer in der Meininger Multihalle waren frohen Mutes, dass der Rückrundenauftakt gelingt. Doch wie zuletzt im Pokalviertelfinale brachte die junge Kimberly Drewniok die Wölfe-Annahme ins Schwimmen, es Stand 3:8 zur ersten technischen Auszeit. Als das LOTTO-Team wieder ranzukommen schien (10:13), wurde der Wiesbadener Block zur unüberwindlichen Hürde, es stand 10:16 in der zweiten technischen Auszeit. Es folgte ein Hin und Her an Fehlern am Aufschlag, nur vereinzelte individuelle Glanzpunkte brachten Suhls Rückstand nicht zum Schmelzen (14:19). Da der VfB weiter zu viele Eigenfehler produzierte, war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Bezeichnend: den Satzball für Wiesbaden „verwandelte“ Suhl durch einen einfachen Fehler.

Erst im zweiten Satz sahen die gut 900 Zuschauer ein besseres Niveau, beispielsweise Kemmsies mit einer tollen Zuspielfinte, gute Annahme und bessere Angriffe der Suhler Wölfe, die sich auch durch eine umstrittene Entscheidung beim 6:6 – der Ball war wohl an der Antenne – nicht aus dem Rhythmus bringen ließen und sportlich über Bryda und Mariani eine gute Antwort gaben (8:7). Doch erneut konterten Drewniok und Bednarova quasi im Alleingang. Es begann eine spannende, wenngleich auch nicht immer hochklassige Satzhälfte, drei Annahmefehler brachten Suhl beim 13:16 ins Hintertreffen. Bryda mit einer Aufschlagserie brachte den VCW so unter Druck, dass der VfB zu leichten Punkten kam. Ein Ass brachte den VfB dann mit 17:16 in Führung. Ins Satzfinish gingt es zuerst im Gleichschritt, dann machte der VfB-Block mehrmals dicht und sorgte für drei Suhler Satzbälle (24:21). Nach zwei Angriffsfehlern war der Vorteil des VfB aber verschenkt, drei schwache Ball-Annahmen brachten Wiesbaden die 2:0 Satzführung (24:26).

Wer nun hoffte, dass die Suhler Wölfe sich noch einmal aufbäumen könnten, sah sich schnell getäuscht. Zwar war der dritte Durchgang bis zum 12:12 noch ausgeglichen, das Suhler Team wirkte aber verkrampft und gleichzeitig kraftlos. Viele Fehler und ein zu uninspirierter Auftritt in Richtung Satzende sorgten dafür, dass viele Fans nach dem 18:25, gleichbedeutend mit 0:3, enttäuscht die Heimreise antraten.

Sports&Travel MVPs wurden die beiden Zuspielerinnen Irina Kemmsies und Lauren Plum. Ein geeignetes Geburtstagsgeschenk für Trainer Han Abbing (7.1.) wären wohl Punkte gewesen, dies verwehrte sich das Suhler Team aber selbst.

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