VBL 2018-19: Suhl : Münster

VfB Suhl LOTTO Thüringen 2 - 3 USC Münster
30.01.2019 - 19:00Sporthalle Wolfsgrube Suhl
1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : USC Münster (2:3) . Wolfsgrube Suhl . 30.01.2019 (Foto: Olaf Bußler)

Suhl unterliegt Münster bei Tiebreak-Spektakel

Volleyball-Krimi mit Überlänge: Der VfB Suhl LOTTO Thüringen muss sich nach einem hochdramatischen Match dem USC Münster mit 2:3 (20:25, 33:35, 25:18, 25:21, 18:20) geschlagen geben. Nach zwei Stunden und einundzwanzig Minuten Spielzeit honorierten die gut 800 Zuschauer in der „Wolfsgrube“ die Leistung beider Teams nach einem verrückten Spielverlauf. Zunächst wollte der zweite Satz kein Ende nehmen, zum Schluss ging auch der Tiebreak in die Verlängerung. Erst mit dem achten Matchball fand die Partie ein Ende.

Münster dominierte den ersten Durchgang und machte wenig Fehler. Die Suhlerinnen waren von Tempo und Härte der USC-Angriffe von Beginn an überfordert und hatten klar das Nachsehen.

Im zweiten kam Suhl besser ins Spiel, wenngleich der USC leicht in Front lag. Doch zur zweiten technischen Auszeit hatte sich das Blatt gewendet und Suhl war nun endgültig in der Partie angekommen. Bei 24:22 hatte man gar zwei Satzbälle, die Münster aber abwehren konnte. Sechs dieser sollten noch folgen. Als die Klapptafel bei 33:33 zu enden schien, machte Münster mit zwei Blocks dem schier endlosen zweiten Satz nach 37 Minuten ein Ende und schien nun komfortabel mit 2:0 nach Sätzen zu führen.

Der Satzausgang sprach nicht gerade für Suhl, doch in den drei Minuten Satzpause schien das Trainerteam die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit einer tollen Moral und Willensstärke bissen sich die Suhler Wölfe zurück in die Partie. Mehr Qualität gepaart mit weniger Fehlern und unbändigem Kampfgeist brachten ein 25:18.

Ähnliches Bild in Satz vier: Zwar kam Münster nach fünf Punkten Rückstand noch einmal auf 15:16 heran, doch am Ende behielt Suhl die Ruhe, auch nachdem sich bei 20:18 Libera Rene Sain bei einem Zusammenprall am Knie verletzte und die junge Sophie Tauchert ins kalte Wasser geworfen wurde. Doch sie machte ihre Sache von Beginn an sehr gut und hatte die harten Aufschläge Münsters sehr gut im Griff.

Die Entscheidung musste erst im Tiebreak fallen. Und es war schon ein starkes Stück, dass es die LOTTO-Damen an diesem Abend nach 0:2 bis hier hin geschafft hatten. Der Start verlief verheißungsvoll, aber plötzlich zog Münster von 8:10 auf 14:10 davon und die Gedanken an ein baldiges Spielende schienen nicht abwegig. Doch passend zum Spielverlauf kämpften sich die Suhlerinnen mit Mentalität und Moral zurück und wehrten alle vier Matchbälle ab, hatten dann sogar bei 16:15 selbst die Chance zu gewinnen, mussten sich aber letztendlich mit 18:20 dem USC beugen. Es war am Ende der achte Matchball Münsters.

Standing Ovations für beide Teams, verdientermaßen, die ein tolles spiel und beste Werbung für den Volleyballballsport boten, der kein Unentschieden vorsieht, wenngleich es diese Begegnung verdient hätte.
Zuletzt war man solch sportliche Dramatik von den deutschen Handballern während der WM „gewohnt“.

Jetzt gilt es, die Kräfte für das Thüringen-Derby in Erfurt zu sammeln und die Akkus wieder aufzuladen. Samstag (02.02.2019) geht es ab 18 Uhr in der Erfurter Riethsporthalle um weitere wichtige Punkte.

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