VBL 2018-19: Suhl : Wiesbaden

VfB Suhl LOTTO Thüringen 3 - 1 VC Wiesbaden
16.01.2019 - 19:00Sporthalle Wolfsgrube Suhl
1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : VC Wiesbaden (3:1) . Wolfsgrube Suhl . 16.01.2019 (Foto: René Siegling)

Suhl siegt über Wiesbaden

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat zum Abschluss der Hinrunde seinen fünften Saisonsieg einfahren können. Vor etwas mehr als 700 Zuschauern siegten die Südthüringerinnen in vier Sätzen und tauschten mit den Hessinnen die Tabellenplätze, so dass der VfB nun wieder auf Playoff-Rang 8 zu finden ist.

Das Spiel begann mit einer Gedenkminute an den kürzlich verstorbenen Mediziner Prof. Dr. Ulf Schlegelmilch, der jahrelang als Mannschaftsarzt dem Betreuerstab des VfB Suhl angehörte.

Danach waren es zuerst die Wiesbadenenerinnen, die mit gelungenen Aktionen eine Führung erspielen konnten (8:4). Nachdem der VfB in die Partie fand, seine Leistung stabilsierieren konnte und die Fehler minimierte, zeigte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Suhl egalisierte bei 14:14, zog auf eine Dreipunktführung vorbei, um kurze Zeit später wieder 18:20 zurückzuliegen. Einer stark aufgelegten Anniek Siebring, die ihr Team anführte, im Angriff und Aufschlag viele Zähler beisteuerte und gerade im Satzfinale die Konstante darstellte, war es vergönnt, den zweiten Satzball zum 25:23 zu verwandeln.

Satz zwei dagegen begann im Gleichschritt (8:8). Danach rissen die Wölfe das Spiel an sich und konnten mit viel Aufschlagdruck und guter Feldorganisation die Partie kontrollieren, zogen auf 18:12 davon. Unerklärlich, dass erneut der Faden trotz Vorsprung riss und die Führung wieder einmal im Satzfinish augenscheinlich verspielt wurde. Vor allem die eingewechselte Neele Barber war nicht in den Griff zu bekommen. Plötzlich stand es 23:23. Suhls Coach Mateusz Zarczynski nahm seine letzte Auszeit. Die aber brachte die erhoffte Wirkung und Simona Ciganikova sowie Tereza Patockova steuerten im Angriff die fehlenden zwei Punkte bei.

Satz drei ähnelte schon wieder eher Durchgang eins. Suhl lief einem Rückstand hinterher, konnte zur Satzmitte führen (16:15). Es ging in ein erneut spannendes Satzfinale, in dem Wiesbadens MVP Karolina Bednarova im richtigen Moment mit ihrer Erfahrung und Cleverness den entscheidenden Punkt setzte, indem sie den nicht konsequent gestellten Suhler Block per Tippball anspielte und der Ball unerreichbar zu Boden fiel.

Also musste man in den vierten Satz, in dem Wiesbaden das widerfuhr, was nach dem Satzverlust viele bei Suhl befürchtet hatten. Jetzt endlich auch mal mit einem guten Satzstart, spielte sich Suhl in einen Rausch, in dem in jedem Element vieles gelang. Fehler machten nur die Hessinnen, die mehr und mehr einbrachen. Mit großer Führung im Rücken kamen alle Spielerinnen bei Suhl zum Einsatz und fuhren nicht nur den Satz (25:10), sondern das Spiel mit 3:1 entspannt nach hause.

Somit ist der Hinrunden-Abschluss der LOTTO-Damen geglückt, der fünfte Sieg eingetütet. Zum Vergleich: In den letzten beiden Spielzeiten gelangen während der gesamten Hauptrunde nach 22 Spielen (2016/17) bzw. 20 Spielen (2017/18) jeweils nur fünf Siege. Dennoch hat sich auch der VfB für die Rückrunde vorgenommen, weiter zu punkten und siegreich zu sein und den ein oder anderen Punkt mehr zu ergattern, als bisher. Die Basis für eine mögliche Playoff-Teilnahme ist geschaffen. Darauf ausruhen kann man sich allerdings nicht. Die Möglichkeit weitere Zähler einzuheimsen, bietet sich für das Suhler Wolfsrudel bereits am Sonntag in Berlin, wenn gegen den VC Olympia Berlin der Rückrundenauftakt noch in dieser Woche eingeläutet wird.

VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. VC Wiesbaden: 3:1 (25:23, 25:23, 23:25, 25:10)
MVP Suhl: Anniek Siebring / MVP Wiesbaden: Karolina Bednarova
Zuschauer: 700

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