VBL 2020-21: Münster – Suhl

USC Münster 3 - 0 VfB Suhl LOTTO Thüringen
30.01.2021 19:00Sporthalle Berg Fidel Münster
VBL 30.01.2021: USC Münster : VfB Suhl LOTTO Thüringen (Sporthalle Berg Fidel Münster) (Foto: Daniel Wesseling, www.photo-innovation.de, USC Münster)

Münster erlegt zahnlose Wölfe mit 3:0

Der USC Münster fügt dem VfB Suhl LOTTO Thüringen eine empfindliche Niederlage zu. In der Sporthalle am Berg Fidel haben die Thüringerinnen durchweg einen gebrauchten Tag. Mit 3:0 (25:20, 2519, 25:22) bleiben alle drei Punkte verdientermaßen im Münsterland.

Trotz der 8:7-Führung zur ersten technischen Auszeit merkte man den Suhlerinnen bereits früh in der Partie an, dass sie nicht wie gewohnt präsent und bissig auf dem Feld waren. Am Berg Fidel gab es in der Vergangenheit so manch deutliche Niederlage und der Satzverlauf in Durchgang eins ließ schnell erahnen, solch ein Tag könnte sich trotz der diesjährigen Favoritenstellung des VfB wiederholen. Vor allem die vielen Eigenfehler der Thüringerinnen in allen Spielelementen brachten den USC zur Satzmitte mit fünf Punkten in Front. Bezeichnend der Ball zum 18:13, als Suhl aus aussichtsreicher „Dankeball-Situation“ nicht zum Punktgewinn kam, sondern am Einzelblock der Gastgeberinnen scheiterte und eine Vorentscheidung gefallen war. Erst zum Satzende heimste der VfB durch Danielle Harbin und Claudia Steger im Angriff wieder Punkte ein. Die waren allerdings nicht mehr, als etwas Ergebniskosmetik.

Durchgang zwei blieb ein Ebenbild des ersten, wenngleich die Annahme um Libera Elisa Lohmann wesentlich stabiler agierte. Doch zu wechselhaft war das Suhler Spiel. Guten Aktionen folgten immer wieder mehrere einfache Fehler. Vor allem im Block und in der Feldabwehr taten sich die Spielerinnen von László Hollósy schwer. Auch im Aufschlag standen direkte Fehler und Druck auf die USC-Damen in keinem Verhältnis. Mit keiner Aktion fand der VfB so richtig ins Spiel, der Bock wurde nicht umgestoßen. Auf der anderen Seite war es die als Außenangreiferin spielende Linda Bock, die den Satzball zum verdienten 25:19 für Münster verwandelte.

Erst im dritten Satz wurde das Suhler Spiel etwas besser. Das gefürchtete druckvolle Angriffsspiel fand aber dennoch nur ansatzweise zur Normalform. Läuft es schon mal nicht, kommt auch noch Pech dazu: zur Satzmitte (14:14) verletzte sich US-Girl Blake Mohler bei einer Abwehraktion und konnte nicht mehr weiterspielen und droht außerdem, die nächsten Partien auszufallen. Diesmal schaffte es der VfB bei 21:21 zwar ins Satzfinale, passend zum Abend musste man aber zügig die Segel streichen und blieb auch im dritten Abschnitt erfolglos.

„Das war heute nichts. Es war mir bewusst, dass uns so ein Tag irgendwann mal ereilen würde, aber als es passierte, war ich mit der Art und Weise, wie wir damit auf dem Spielfeld umgegangen sind, absolut unzufrieden“, haderte Suhls Head of Sport, László Hollósy, noch lange nach dem Spiel. Einziger positiver Aspekt: viel Zeit, um sich über die Niederlage in Münster zu ärgern, bleibt dem VfB Suhl nicht, denn am Dienstagabend (2.2.2021) steht um 19.00 Uhr das nächste Auswärtsspiel an. Beim Dresdner SC ist der VfB Suhl LOTTO Thüringen klar in der Außenseiterrolle und kann, gerade nach dem herben Dämpfer beim USC, eigentlich unbeschwerter aufspielen. Am Ende der Woche wartet zudem noch das Heimspiel gegen Straubing auf die Suhler Wölfe.

VBL 2020-21 | 15. Spieltag | 30.01.2021

USC Münster : VfB Suhl LOTTO Thüringen | 3:0

Satzergebnisse: 25:20 | 25:19 | 25:22

Wertvollste Spielerin (MVP): Barbara Roxana Wezorke (Münster) | Ágnes Pallag (Suhl)

Spielort: Sporthalle Berg Fidel Münster

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