Härtetest auf dem Feld und auf den Rängen absolviert

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen verpasste beim eigenen Vorbereitungsturnier in der Suhler „Wolfsgrube“ knapp den ersten Platz. Ausgerechnet gegen die in den beiden vorherigen Spielen schwächelnden Erfurterinnen wurde sozusagen mit den letzten Bällen der Turniersieg verschenkt.

Am Freitagabend duellierten sich zum Auftakt Schwarz-Weiss Erfurt und der VC Kanti Schaffhausen. Deutlich behielten die Gäste aus der Schweiz mit 3:0 die Oberhand. Noch etwas deutlicher, 25:21, 25:15 und 25:11, machten es die Gastgeberinnen gegen die Steelvolleys Linz aus Österreich.

Am Samstag wartete dann ein echtes Mammutprogramm auf alle Beteiligten. Sowohl die Partie Linz gegen Erfurt als auch Suhl gegen Schaffhausen ging über die volle Distanz von fünf Sätzen. Am Nachmittag hatten die Damen aus der thüringischen Landeshauptstadt gegen Linz-Steg mit 2:3 das Nachsehen. Ebenfalls im Abendspiel wurde die Entscheidung erst im Tie-Break herbeigeführt. Nachdem der VfB den ersten Satz mit seinem Aufschlagspiel dominierte, waren es die Gäste in den Sätzen zwei und drei, die vor allem im Block unüberwindbar schienen. Danach agierten beide Teams auf Augenhöhe und es entwickelte sich ein spannendes Spiel für die gut 120 Zuschauer, an dessen Ende die VfB-Damen in Durchgang vier und fünf den knappen 3:2 Erfolg verbuchen konnte.

Am letzten Turniertag sicherte sich Schaffhausen dank eines 3:1 Sieges über Linz die Möglichkeit, noch als Sieger aus dem internationalen Vergleich zu gehen. Es bedurfte aber etwas Schützenhilfe aus Erfurt. VfB-Coach Laszlo Hollosy probierte noch einmal eine neue Formation an diesem Wochenende aus und es brauchte mindestens einen Satz, ehe diese in Tritt kam (18:25). Als das Pendel deutlich Richtung Suhl ausschlug, kämpfte sich Erfurt zurück und wartete geduldig auf die Fehler der Suhlerinnen und drehte so noch den zweiten Durchlauf. Auch im dritten Satz war es nur ein hauchdünner Vorsprung, den der VfB mit 26:24 gerade so ins Ziel brachte. Im Gegensatz zum Duell vor zwei Wochen in Erfurt, diktierte diesmal nicht Suhl, sondern die Schwarz-Weissen das Geschehen. Ein klarer vierter Durchgang zugunsten der Erfurterinnen entriss dem VfB die virtuelle Tabellenführung im allerletzten Spiel.

„Wir haben viele gute Momente gehabt im Turnier, aber auch noch genauso viel Arbeit vor uns. Gegen Schaffhausen war es ein verbissenes Spiel, manchmal haben wir noch zu viel mit unserer eigenen Ruhe im Spiel zu kämpfen gehabt, aber am Ende kompliment an unser Team, dass es die Nerven behalten halt nach dem Satzrückstand und das Spiel gewinnen konnte. Alles, was gegen Linz funktionierte und einfach aussah, klappte gegen Erfurt nicht wirklich und wirkte natürlich schwer. Für unsere Fans haben wir damit leider kein passenden Abschluss parat gehabt. Unsere Mannschaft hat Potential, wieder Spaß in die Wolfsgrube zu bringen. Wir müssen aber weiter hart an uns arbeiten“, so Co-Trainer Lukasz Marciniak

Auch auf den Rängen testeten die Verantwortlichen des Suhler Bundesligisten. „Hier haben wir noch Verbesserungspotentiale ausgemacht, die wir mit der Stadt Suhl bis zum ersten Heimspiel umsetzen werden. Vor allem das Einbahnstraßensystem sowie die nun vorgegebenen Sitzplätze müssen auf jeden Fall von allen Besuchern eingehalten werden“, so Andreas Hacker, der mit seinem Team maßgeblich an der Umsetzung des Hygienekonzeptes des VfB verantwortlich ist.

Der große Testlauf war also sowohl sportlich als auch organisatorich ein wichtiger Baustein in der Saisonvorbereitung, um für den Ernstfall am 03. Oktober gewappnet zu sein, Dann gastiert kein geringerer als der deutsche Rekordmeister aus Schwerin in Suhl.
Zuvor wird es noch zwei weitere Auswärtstestspiele geben. Am Donnerstag tritt der VfB Suhl in Wiesbaden an, am Samstag wartet Straubing in Regensburg auf die Suhler Wölfe.

Endstand Vorbereitungsturnier 18.-20.09.2020

  1. VC Kanti Schaffhausen – 7 Punkte
  2. VfB Suhl LOTTO Thüringen – 5 Punkte
  3. Schwarz-Weiss Erfurt – 4 Punkte
  4. Steelvolleys Linz-Steg – 2 Punkte

Die VfB Sport und Marketing GmbH dankt ganz herzlich allen Turnierunterstützern: Andreas Sommer-Kessel und sein Team vom Business-Vital-Hotel (Catering), dem City-Hotel am CCS, der Druckerei Multicolor, REWE Glock – Markt Döllberg, Domino’s Pizza Suhl sowie allen Helfern.

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