Münster zu stark für VfB Suhl LOTTO Thüringen

Vor über 850 Zuschauern in der Suhler „Wolfsgrube“ konnte sich der USC Münster am Ende klar mit 3:0 Sätzen durchsetzen. Dabei präsentierte sich das Team von Andreas Vollmer äußerst souverän und abgeklärt, mit viel Selbstbewusstsein nach den letzten Erfolgen und Auswärtssiegen.

Beim Gastgeber VfB Suhl LOTTO Thüringen konnten zwar wieder alle Spielerinnen eingesetzt werden, doch im Spielverlauf merkte man, dass nach gut zwei Wochen Wettkampfpause der Favorit aus Münster nach seinem Dienstagsieg in Vilsbiburg viel besser seinen Spielrhythmus fand.

Zunächst startete Suhl besser in den ersten Satz, ging in Führung und war beim 7:8-Zwischenstand noch auf Augenhöhe mit einem fast fehlerlos agierenden Gegner. Danach gleich vier Punkte in Folge für die Gäste, die damit eine Vorentscheidung im Satz erzielen konnten. Zumal die Gastgeberinnen nach tollen Punkterfolgen im Angriff meist einen Aufschlagsfehler fabrizierten. Und so endete der erste Satz mit 18:25 aus VfB-Sicht.

Parallelität der Ereignisse auf dem „Wolfsgruben-Parkett“ auch im zweiten Satz. Trotz guter Annahmeleistungen vermochten es die Schützlinge von Han Abbing nicht, die Angriffe in Punkterfolge umzumünzen. Hinzu kamen ungewöhnlich viele Netzfehler im Block oder eben Aufschlagsfehler beim Versuch, die starke Gästeabwehr unter Druck zu setzen. Mittelblockerin Veronica Hroncekova schaffte zwar immer wieder etwas Entlastung mit erfolgreichen Schnellangriffen, aber auch das war etwas zu wenig. Bei Münster überragte Angreiferin Erica Wilson, die fast aus jeder Situation erfolgreich abschloss. Mit 25:14 gelang dem USC ein noch deutlicherer Satzgewinn und die 2:0-Satzführung.

Trainer Han Abbing, der mehrere Alternativen versuchte, begann auch im dritten Satz mit einer neuen Startformation. Suhl mit gutem Start und es wurde eine ausgeglichene Partie (2:0, 2:2, 4:4), beim 13:12 gelang sogar die Punkteführung. Bei der letzten technischen Auszeit (14:16) bestand noch die Hoffnung auf einen Satzgewinn, zumal mit spektakulären Ballwechseln und Abwehraktionen die Stimmung in der „Wolfsgrube“ lange hoch gehalten werden konnte. Schade, dass ausgerechnet in dieser Phase erneut zwei zweifelhafte Entscheidungen statt einem Punkteausgleich eine Vierpunkteführung für die „Unabhängigen“ bedeutete. Diesen mentalen Vorteil nutzte der Tabellenfünfte eiskalt und brachte den 25:20-Satzgewinn resolut zu Ende.

VfB-Trainer Han Abbing kam nach dem Spiel zum Fazit, dass der Gegner USC Münster an diesem Abend einfach zu stark für sein Team war. Auch Gästetrainer Andreas Vollmer zeigte sich von der souveränen Vorstellung seines Teams beeindruckt. Mit der Siegesserie im Rücken, konnte man sich gegenüber dem Vilsbiburg-Auswärtssieg nochmals steigern und somit einen klaren, wenn auch im Vorfeld nicht zu erwartenden 3:0-Sieg erkämpfen.

Als „Sports&Travel-MVP“ wurden beim Gastgeber Suhl Libera Miloslava Lauerova gewählt und beim Gästeteam hatte sich Angreiferin Erica Wilson die goldene Plakette mit ebenso spektakulären Aktionen verdient.

Leider war ein Besuch von Doppelsitzer-Weltmeister Sascha Benecken terminbedingt nicht möglich, sodass der VfB auf einen potentiellen Glücksbringer verzichten musste.

Nun heißt es für die Südthüringerinnen, den Fokus auf das nächste Spiel zu legen, denn am kommenden Wochenende kommt es zum Rückspiel des Thüringen-Derbys in Erfurt. Mit rund 260 Teilnehmern beim „VfB-Sonderzug“ mit der Süd-Thüringen-Bahn wollen die Fans den VfB Suhl LOTTO Thüringen beim wohl vorentscheidenden Spiel im Kampf um Playoff-Platz 10 unterstützen. Und wie heißt es so schön – „Neues Spiel – neues Glück!“.

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