1. Volleyball-Bundesliga Frauen: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SSC Palmberg Schwerin . Wolfsgrube Suhl

Nach Rabenpleite nun Rekordmeister vor der Brust

Das hatten sich die Volleyballerinnen des VfB Suhl LOTTO Thüringen sicherlich anders vorgestellt. Zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison 2019/20 musste sich das Team von Trainer Mateusz Zarczynski ohne Punktgewinn begnügen. Im Vilsbiburger Rabennest setzte es nach einem deutlichen ersten Satzverlust und trotz dreier guter Durchgänge auf Augenhöhe eine 1:3 Niederlage, die, auch auf Grund zahlreicher vergebener Satzbälle und damit Gewinnchancen im vierten Satz, bitter und unnötig war. Die Suhler LOTTO-Damen verpassten somit am ersten Spieltag einen möglichen Punktgewinn in Niederbayern.

An Samstagabend dieser Woche, den 12.10.2019, wartet ab 19 Uhr beim Heimauftakt in der Sporthalle „Wolfsgrube“ kein Geringerer als der SSC Palmberg Schwerin und damit der deutsche Rekordmeister auf die Suhlerinnen. Keine einfachen Voraussetzungen, um die liegengelassene Punktchance direkt wieder auszugleichen. Dennoch ist es aber auch kein Ding der Unmöglichkeit, denn auch Schwerin verpatzte seinen Auftakt vor heimischer Kulisse mit 2:3 gegen Aachen. „Damit wir aber, ähnlich wie Aachen, eine Chance gegen Schwerin haben, müssen wir uns steigern“, weiß Cheftrainer Zarczynski. Die SSC-Schwächen seien von den Aachenerinnen konsequent ausgenutzt und effektiv in eigene Spielpunkte umgemünzt worden. Etwas, das den VfB-Damen in Vilsbiburg zu selten gelang. Mit dem Heimvorteil im Rücken, soll sich dies nun ändern.

Über die emotionale Kulisse in der Wolfsgrube weiß der Trainerstab des SSC bestens Bescheid. Mit Trainer/Bundestrainer Felix Koslowski, Statistiker Olaf Garbe oder Athletikcoach Michael Döring sind genügend Ex-Suhler in den Reihen der Norddeutschen vertreten.

Dass die Rückkehr in alte Gefilde diesmal weniger herzlich sein könnte, haben sich Koslowski & Co. selbst zuzuschreiben. Schwerin war mit der überraschenden Heimniederlage gegen Wiesbaden am Ende der letzten Saison Zünglein an der Waage beim Zweikampf um die Playoffs zwischen Suhl und dem VCW. Ein Umstand, den man in Suhl als unsportlich empfunden und noch nicht vergessen hat. Von einer offenen Rechnung zu sprechen wäre wohl übertrieben, aber die Tränen in der Wolfsgrube dürften zumindest die sieben VfB-Spielerinnen, die letzte Saison im Wölfe-Kader standen, nicht vergessen haben. Grund genug, dem Favoriten eins auszuwischen.

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