1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : VC Wiesbaden (3:1) . Wolfsgrube Suhl . 16.01.2019 (Foto: René Siegling)
(Foto: René Siegling)

Stoische Suhler Ruhe gegen Straubinger Säbelrasseln

Wenn am Samstagabend (26.01.2019) der VfB Suhl LOTTO Thüringen bei NawaRo Straubing ab 19:30 Uhr um Bundesliga-Punkte kämpft, werden schnell Erinnerungen an ein hochdramatisches Hinspiel mit Herzschlagfinale wach. In Suhl weiß man zwar um die Bedeutung der Partie und will die Straubinger Damen nicht wieder in Schlagdistanz kommen lassen, dennoch sind Ruhe und etwas Gelassenheit wichtige Faktoren, um in der Gäubodenstadt bestehen zu können.

Die Gastgeberinnen haben für die Rückrunde drei Highlight-Heimspiele ausgerufen, dazu zählt auch die Partie gegen die Suhler Wölfe. Unmissverständlich macht der Aufsteiger aus Niederbayern klar, dass er Suhl besiegen will und sich auf Augenhöhe mit dem VfB sieht. Vor allem, wenn man die Leistung in der Annahme lange genug abrufen könne, glaube man daran, das Spiel gewinnen zu können, gibt sich Straubing-Trainer Benedikt Frank selbstbewusst und offensiv. Nach dem Überraschungserfolg in Dresden will Straubing nun die Gunst der Stunde nutzen und zurück in den Kampf um die Playoff-Plätze einsteigen. Auch aufgrund des Hinspiels sieht sich der Club aus Niederbayern in der Lage, den Suhlerinnen ihren Platz streitig zu machen. Fast wären die LOTTO-Damen in der Wolfsgrube auf dem falschen Fuß erwischt worden. Bereits 11:14 lag das Team von Trainer Mateusz Zarczynski im Entscheidungssatz zurück, letztendlich konnte man aber auch dank der größeren Erfahrung noch 18:16 gewinnen. Diesmal muss man aber auf die lautstarke Unterstützung des Heimpublikums verzichten, das sicherlich seinen Anteil am Last-minute-Erfolg hatte. Zwar werden wieder einige reiselustige Schlachtenbummler den VfB den Rücken stärken, die große Masse in der „turmair-Volleyballarena“ hält es aber mit den Farben der Straubingerinnen an diesem Samstagabend.

Suhls Trainer Zarczynski will sich und sein Team jedoch von den Aussagen aus Straubing, aber auch von den Erwartungen der eigenen Anhänger nicht verrückt machen lassen. „Für uns ist jedes Bundesliga-Spiel ein Highlight, wir gehen in jedes Spiel, um erfolgreich zu sein und haben uns ganz normal auf dieses Spiel vorbereitet, wie auf die zwölf Partien zuvor auch. Wir spielen in dieser Liga gegen alle Teams und nicht nur gegen Straubing“, reagiert Suhls Cheftrainer Zarczynski sehr nüchtern. Er wisse zwar um die hohe Erwartungshaltung, wenn sein Team gegen den Aufsteiger antritt, aber „wir müssen einfach nur unseren Volleyball spielen und dürfen nicht so nervös sein, dann bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Spiel spielen und ein gutes Resultat erzielen werden.“ Der Pole wirkt fast schon norddeutsch kühl, sollte ihm ein Erfolg mit seinem Team gelingen, hätte er alles richtiggemacht, sich auf die Straubinger Provokationen nicht einzulassen.

Die Partie wird im Internet-Livestream von Sporttotal.TV übertragen.

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