Stuttgarter Favoritensieg gegen VfB

Der VfB 91 Suhl hat mit dem unerwarteten Satzgewinn im Duell gegen den Gastgeber und haushohen Favoriten Stuttgart ein Achtungszeichen gesetzt. Auch im dritten Satz konnten die Abbing-Schützlinge die Partie lange offen halten (16:17), doch am Ende hatte der amtierende Vizemeister die erfolgreicheren Aktionen in der Feldabwehr und im Angriff auf seiner Seite und gewann verdient mit 3:1 Sätzen.

Bereits im ersten Satz agierte Stuttgart fehlerfreier aus einer sichereren Annahme heraus und konnte deutlich mit 25:15 Punkten gewinnen. Im zweiten Satz dann ein ähnlicher Anfang, Stuttgart führte schnell 4:1 und dachte wohl an einen ungefährdeten Durchmarsch. Doch die kämpferischen Qualitäten auf Suhler Seite brachten die Wende, zur ersten technischen Auszeit eine 8:5-Führung für Steger & Co.! Stuttgart nahm bei 7:11 bereits die erste Auszeit, doch Claudia Steger am Aufschlag mit 2 Assen und eine starke VfB-Blockabwehr, brachten Suhl bis auf 16:8 in Front. Da rieben sich sicher so mancher Stuttgarter Zuschauer sowie die Fans an den Bildschirmen die Augen und es war fast nur noch der VfB-Fanblock zu hören. Suhl konnte den Vorsprung auf 24:15 ausbauen und hatte Satzball. Nochmal Nervenkitzel auf Suhler Seite, als Stuttgart 5 Satzbälle abwehren konnte. Die eingewechselte Tereza Patockova machte dann aber im zweiten Anlauf den Angriffspunkt zum umjubelten 25:20 Satzgewinn. Stuttgart musste noch einmal zulegen, um nicht einen sensationellen Punktverlust zu riskieren, startete erneut furios in den Satz. Über die Stationen 3:0, 8:6 und 13:11 konnte man stets die Führung behaupten. Suhl glich beim 13:13 erstmals aus, doch vergab danach mehrfach im Angriff die Chancen oder scheiterte am starken Stuttgarter Block. So wurde aus einem knappen 16:17-Rückstand ein 20:24. Stuttgart, bei denen Alyana Whitney im Angriffsspiel überragend agierte, nutzte dann seinen ersten Satzball zur 2:1-Satzführung. Im vierten Satz noch einmal Hoffnung bei den Abbing-Schützlingen, die in Führung gingen und bis zum 6:6 die Partie offen hielten. Doch den Gastgeberinnen gelangen nachfolgend viele gute Aufschläge, die den jungen VfB-Annahmeriegel stark unter Druck setzten und zu Fehlern zwangen. Beim 11:16 war eine kleine Vorentscheidung gefallen, denn die VfB-Damen kamen nicht mehr zu ihrem erfolgreichen Angriffsspiel. Eine starke Aufschlagsserie von Michaela Mlejnkova, die seit Wochen in Topform ist, besiegelte die Hoffnungen der zahlreichen mitgereisten VfB-Anhängerschar. Stuttgart gelang in dieser Phase einfach alles und Suhl hatte kein Glück mehr. Nach dem ersten verwandelten Matchball zum klaren 25:13 und 3:1-Spielgewinn für den Favoriten, konnte sich Suhl wenigstens mit einem Satzgewinn trösten – es ist letztendlich etwas besser gekommen, als man unter den unterschiedlichen Vorraussetzungen in der Saisonvorbereitung hätte erwarten können.

Zuschauer: 1850

Sports&Travel MVP-Wahl: Gold: Wanna Buakaew (MTV), Silber: Veronika Hroncekova (VfB)

 

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