VBL 23.01.2021: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (Wolfsgrube Suhl, Foto: Jürgen Scheere)
VBL 23.01.2021: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (Wolfsgrube Suhl, Foto: Jürgen Scheere)

Suhl besiegt Potsdam in „Nervenschlacht“ mit 3:2

Die Volleyballerinnen des VfB Suhl LOTTO Thüringen lassen sich durch das Ende ihrer Siegesserie in Stuttgart nicht beirren und kehren nach einem dramatischen 3:2-Sieg über das Spitzenteam SC Potsdam direkt in die Erfolgsspur zurück. Es brauchte insgesamt 139 Minuten, ehe die Thüringerinnen den SCP niederringen und damit tabellarisch auf Distanz halten konnten.

Im ersten Satz machten die Potsdamerinnen aber genau da weiter, wo das Hinspiel aus Sicht des VfB aufgehört hatte (0:3). Suhl hatte keinen Zugriff und rannte früh einem deutlichen Rückstand hinterher. Die Brandenburgerinnen, mit Neuzgang Jennifer Nogueras im Zuspiel, kontrollierten das Geschehen und die LOTTO-Damen waren mit dem 17:25 zum Auftakt noch gut bedient.

Auch der zweite Durchgang startete für Suhl alles andere als optimal (erneut 1:5), doch die Wölfe rafften sich auf, kämpften sich in die Partie und die kleineren Umstellung zu Beginn von Satz zwei sollten sich schnell auszahlen. Potsdam kam zusehends mehr und mehr unter Druck und machte folglich mehr Fehler, während der VfB nun seinen Rhythmus gefunden zu haben schien. Am Ende machte Danielle Harbin den Unterschied zum 25:20 zugunsten der Gastgeberinnen aus.

In Satz drei nahm nun ein beiderseitiges Auf und Ab seinen Anfang. Es folgten drei brutal spannende Sätze inklusive Tiebreak, die beide Teams auf Augenhöhe bestritten und die knapper keinen Ausgang hätten finden können. Allein die Satzergebnisse von 27:25, 24:26 und 20:18 zeigen, dass ein im Volleyball nicht vorgesehenes Unentschieden dem Abend am gerechtesten geworden wäre. Hatte der VfB das glücklichere Ende im dritten Abschnitt zu seinen Gunsten zu verbuchen, konnte Potsdam einen beinahe verloren geglaubten Satz Nummer vier trotz zwischenzeitlichen 7:13-Rückstand und einem Matchball für Suhl doch noch für sich entscheiden und somit den 2:2-Satzausgleich erzwingen. Wenngleich sich ein wenig Enttäuschung über den knapp verloreren Satz breit machte, so zeigte der VfB Suhl LOTTO Thüringen gegenüber der Hinserie auch, dass er mit dem Topteam aus Brandenburg über weite Strecken des Spiel mit- und gegenhalten kann und sich weder durch den schwachen Start ins Spiel, noch durch Rückschläge wie in Satz vier aus dem Konzept bringen lässt und immer wieder mit Kampf und Moral ins Spiel zurückfindet.

Der Abend fand seinen Höhepunkt im alles entscheidenden Tiebreak, bei dem der SC Potsdam anfänglich und auch kurz vor Schluss die besseren Karten zu haben schien. Doch mit ganzer Kraft stemmte sich das Suhler Wolfsrudel gegen die Heimniederlage, die Matchbälle wogten hin und her und am Ende war es der Suhler Dreierblock, der den Punkt zum 20:18 markierte und dem VfB den Sieg bescherte.

„Es war der Wahnsinn, was für ein Spiel, ich bin stolz auf meine Mannschaft“, kommentierte ein überglücklicher Cheftrainer László Hollósy direkt nach dem Spiel.
Wahnsinnig ist mittlerweile auch die Heimsieg-Serie des VfB, der seit dem Spiel vom 07. November 2020 kein Pflichtspiel mehr in der „Wolfsgrube“ verloren geben musste und damit sechsmal in Folge zuhause unbesiegt bleibt.

Bevor am 06. Februar (Gegner: Straubing) wieder in der „Wolfsgrube“ aufgeschlagen wird, müssen die Südthüringerinnen zweimal auswärts antreten. Mit dem USC Münster am Berg Fidel (Sa., 30.01., 19:00 Uhr) sowie dem Dresdner SC (Di., 02.02., 19.00 Uhr) warten zwei Auswärtsaufgaben, die es in sich haben.

VBL 2020-21 | 14. Spieltag | 23.01.2021

VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam | 3:2

Satzergebnisse: 17:25 | 25:20 | 27:25 | 24:26 | 20:18
Wertvollste Spielerin (MVP): Danielle Harbin (Suhl) | Brittany Abercrombie (Potsdam)
Spielort: Wolfsgrube Suhl

VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. SC Potsdam Highlights 23.1.2021

Unser Fotograf Jürgen Scheere hat wirklich viele tolle Momente eingefangen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten können und wollen.
Fotos: Jürgen Scheere, Musik: Alex Becker


 
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