1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : Ladies in Black Aachen (3:0) . Wolfsgrube Suhl . 09.02.2019
1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : Ladies in Black Aachen (3:0) . Wolfsgrube Suhl . 09.02.2019

Suhl schlägt Aachen im ungleichen Duell 3:0

Eigentlich sind die Duelle zwischen Suhl und Aachen stets spannend und elektrisieren beide befreundeten Fanlager. Als das Team der Ladies in Black Aachen aber am frühen Samstagabend die Sporthalle „Wolfsgrube“ betrat, wurde schnell klar, dass es ein „richtiges“ sportliches Duell diesmal nicht geben wird. Durch eine Grippewelle ersatzgeschwächte Gäste, die gleich auf sechs wichtige Spielerinnen verzichten mussten, darunter die beiden Zuspielerinnen Imoudu und Divoux, Diagonalangeiferin Taylor Agost sowie die ehemalige Suhlerin Krista DeGeest, reisten nur mit sieben Spielerinnen an. Während auf Seiten der LOTTO-Damen nur Rene Sain noch geschont wurde, rückte die etatmäßige Aachener Libera Kirsten Knip ins Zuspiel, zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft Aachens (Regionalliga) halfen aus und die Mittelblockerinnen mussten mit in der Annahme spielen.

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen fand dennoch schwer in der Partie. Der Start misslang mit 1:5 und 5:8. Aachens unorthodoxe Spielweise lag den VfB-Damen zuerst nicht wirklich und schien auch etwas zu überraschen. Die erste Führung war erst bei 18:17 erspielt. Claudia Steger und McKenzie Jacobson am Aufschlag brachten den VfB dann auf die Siegerstraße zum 25:20 Satzgewinn.

Durchgang zwei begann wesentlich entspannter auf Suhler Seite. Endlich konsequent in den eigenen Aktionen und mit cleverem Aufschlagspiel wurde der Satz schnell ein leichtes Unterfangen, der deutlich mit 25:15 endete.

Das hielt Aachen jedoch nicht davon ab, im dritten Satz stark zu beginnen. Ausgerechnet Knip, die als Libera sonst nicht aufschlägt, legte eine 5:0-Serie hin. Das Spiel war nun nicht gerade ein Leckerbissen. Der VfB brachte gegen kämpferische und unermüdlich verteidigende Aachenerinnen kaum einen Ball zu Boden. Dafür war die Blockarbeit gegen das langsamere Aachener Spiel effektiver. Dennoch gelang erst bei 17:17 der erstmalige Ausgleich durch den Gastgeber, die Führung gar erst bei 19:18. Doch Aachen kämpfte verbissen und aufopferungsvoll weiter, wendete
bei 21:22 das Blatt sogar wieder und es wurde unnötig spannend. Am Ende reichte es aber für das sichtlich erleichterte Suhler Wolfsrudel zum 25:23 und damit zum 3:0 Pflichtsieg. Ein Spiel, das zwar drei Punkte brachte, aber sicherlich nicht den vorher erwarteten sportlichen Reiz hatte. Im Gegenteil: Es war kein fairer sportlicher Vergleich möglich.

Fair dagegen zeigte sich das Suhler Publikum, das den Einsatz der schwarzen Ladies mit lautstarkem Beifall nach dem Spiel begleitete. Auch die Aachener Fans, die den weiten Reiseweg auf sich genommen hatten, feierten zu Recht ihr Team und machten das Unglück trotzdem noch einmal deutlich: Sie waren doppelt so viele, wie spielfähige Ladies in Black an diesem Abend auf dem Feld spielen konnten.

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