Suhl unterliegt 1:3 in Münster

Zu ihrem letzten Bundesligaspiel im turbulenten Jahr 2016 traten die Volleyballerinnen des VfB 91 Suhl beim favorisierten Tabellensechsten USC Münster an. Gegen die heimstarken Gastgeberinnen gerieten die Steger & Co. zu Beginn gleich unter Druck und mussten mit einem frühen Rückstand 4:8 in die erste technische Auszeit gehen. Nach einem 6:11-Rückstand gelang ihnen aber eine famouse Aufholjagd bis zum 12:12 und bei 14:13 erstmals die Führung, die man in Folge bis auf 22:14 ausbauen konnte.

Ein starker Auftritt wurde mit dem 25:18-Satzgewinn und einer 1:0-Spielführung gekrönt. Fast das selbe Schema im zweiten Satz, zunächst agierte Münster sicherer und setzte den Suhler Annahmeriegel stark unter Druck, sodass das Angriffsspiel der VfB-Damen fast nur über die Außen erfolgen konnte und man da auch am starken Münster-Block scheiterte. Beim 4:14-Rückstand hätte wohl kaum einer an eine spannende Phase in diesem Satz geglaubt. Doch erneut kämpfte sich Suhl heran und war beim 16:17 kurz vor der Wende. Doch diese Aufholjagd kostete wohl zuviel Konzentration, sodass in der Folgezeit wieder der Favorit das Spielgeschehen diktierte und den Spieß umdrehte. Münster glich mit 25:17 zum 1:1-Satzstand aus und war in der Folgezeit vor über 1.000 Zuschauern in der Halle „Berg Fidel“ tonangebend.

Die Suhlerinnen hatten wohl mental sehr mit dieser Berg- und Talfahrt des zweiten Satzes zu kämpfen, trauerten wohl auch etwas den verpassten Chancen nach und zeigten im weiteren Spielverlauf zu wenig Biss, um erfolgreich zurückzukommen. Jedenfalls konnte man im dritten und vierten Satz nicht mehr annähernd an die Leistungen aus den ersten beiden Sätzen anknüpfen und die Spielerinnen des USC Münster dachten auch nicht daran, am vierten Adventssonntag irgendwelche Geschenke in Form von Punkten zu überlassen. Mit 3:1 setzte sich der Tabellensechste Münster erwartungsgemäß gegen den Tabellenzehnten Suhl durch und muss zu seinem letzten Punktspiel des Jahres noch nach Erfurt reisen. Für den VfB 91 Suhl heißt es in den nächsten Tagen noch einmal volles Trainings- und Analyseprogramm, um im neuen Jahr 2017 sowie unter dem Motto „Neues Jahr, neuer Name, neues Spiel, neues Glück“ – erfolgreich in die Rückrunde der Bundesligasaison und die Mission „Klassenerhalt“ zu starten. Dann unter dem neuen Teamnamen „VfB Suhl – LOTTO Thüringen“.

Foto: Olaf Bußler

Zuschauer: 1089

Sports & Travel MVP-Wahl: Erica Wilson (Münster), Marrit Jasper (Suhl)

Translate »