1. Volleyball-Bundesliga Frauen: VfB Suhl LOTTO Thüringen : NawaRo Straubing (2:3) . 01.02.2019 Wolfsgrube Suhl
1. Volleyball-Bundesliga Frauen: VfB Suhl LOTTO Thüringen : NawaRo Straubing (2:3) . 01.02.2019 Wolfsgrube Suhl

Tiebreak-Krimi gegen Straubing

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen startete das Spiel der 1. Bundesliga gegen NawaRo Straubing im 1. Satz mit Claudia Steger und Hester Jasper auf Außen, Karis Watson und McKenzie Jacobson im Mittelblock, Taylor Bruns im Zuspiel, Tereza Patockova auf der Diagonalposition und Sophie Tauchert als Libera. Neuzugang Romy Jatzko gehörte mit Anniek Siebring und Simona Ciganikova zu den Wechseloptionen des VfB Suhl.

Der Start gegen NawaRo Straubing verlief ausgeglichen. Ein Suhler Zwischenspurt verschaffte erst zwei, dann vier Punkte Vorsprung (18:14). Die Gäste kamen auf 19:18 heran, ehe Suhl mit 24:19 eine kleine Vorentscheidung herbeiführte. Doch wie schon so oft in dieser Saison, verspielte man die Satzball-Chancen bis zum 24:23. Also alles wie immer? Diesmal nicht! Mit Angriffen von Hester Jasper brachte man den Satz mit 25:23 nach Hause.

Durchgang zwei folgte ohne Wechsel bei Suhl und Straubing. Die Gäste kamen aber nun in Fahrt, führten früh und hoch (2:7). Nachdem der VfB verkürzen konnte und auf einen Zähler bei 12:13 dran war, verfehlte die Auszeit von Gästetrainer Bene Frank ihre Wirkung nicht. Angeführt von Magda Gryka zog Straubing davon und Suhl verlor seine Balance (14:19). Doch der Kampfgeist der Wolfsgrube und der Suhler Wölfe war noch nicht gebrochen, mit mehreren Blocks kam man auf 18:20 heran. Straubing aber zu abgezockt, machte am Ende mit 20:25 den 1:1-Satzausgleich klar.

Im dritten Abschnitt kam Suhl besser aus den Startlöchern, die 6:2-Führung verwandelte sich aber durch einige Annahmeprobleme und zu leichtem Spiel für NawaRo schnell zu einem 8:6. Mehrere Blocks brachten den Gästen schnelle Punkte. Suhl verlor erneut den Faden, wieder hieß es 14:19. Diesmal blieb Straubing abgeklärter und sorgte für einen 19:25-Satzerfolg und führte so 2:1 in den Sätzen.

In Durchgang vier folgte ein fehlerhafter Start des VfB. Erst als NawaRo etwas mithalf, glich der VfB aus (6:6). Suhl zieht weiter und auf 13:9 davon, den Punkte-Annäherungsversuch der Gäste aus Niederbayern konnten die Heimischen abwehren. Wenn es einmal läuft, dann läuft es: Suhl wie im Rausch dominierte das Geschehen und stellt die Anzeige auf 22:14. Am Ende stand ein deutliches 25:17 zum 2:2 und damit ein hochverdienter Punktgewinn.

Das Duell auf Augenhöhe fand seine letzte Fortsetzung im Tiebreak. Beide Teams kämpften verbissen. Zum Seitenwechsel erspielt sich Straubing zwei Punkte mehr auf dem Konto (6:8). Dies blieb bis zum 11:13 aus Suhler Sicht bestehen. Ausgerechnet die wohl einzige grobe Fehlwertung des ansonsten guten Schiedsgerichtes brachte in dieser Endphase die Vorentscheidung: eine klare Netzberührung an der unteren Netzkanne beim Baggern der NawaRo-Spielerin wurde nicht geahndet, sondern ein Punktgewinn für NawaRo verbucht: 11:14. Nach der emotional aufgeladenen Pause war die Messe dann schnell gelesen und ein Spiel, das ein Unentschieden verdient gehabt hätte, aber einen Sieger brauchte, ging 3:2 an die Gäste.

Suhls Coach Mateusz Zarzcynski wählte nach der Partie Lena Große Scharmann zur wertvollsten Spielerin. Beim den Suhler LOTTO-Damen wurde Libera Sophie Tauchert erneut gewählt.
Zumindest emotional und kämpferisch eine erstklassige Vorstellung des VfB Suhl LOTTO Thüringen, nach dem Geschmack der Anhänger in der „Wolfsgrube“. Lediglich die Belohnung per Heimsieg blieb aus. Ein Erfolg soll aber am kommenden Samstag in Wiesbaden nachgeholt werden.

Für den VfB-Fanbus in die hessische Landeshauptstadt werden noch Mitfahrer gesucht. Anmeldung ganzwöchig per E-Mail an tickets@vfb-suhl.de oder persönlich in der Geschäftsstelle der Wölfe.
Preis: 40,- € inkl. Ticket
Abfahrt: Samstag, 08.02.2020, 14:30 Uhr an der Wolfsgrube

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