VfB hat gegen SSC-Abgeklärtheit das Nachsehen

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen legte vor knapp 1000 Zuschaern los, wie die Feuerwehr, erspielte sich dank Schweriner Annahmeschwäche und einem starken Block-Abwehrverhalten inklusiver effizienter Gegenangriffe mehrfach eine Sieben-Punkte-Führung. Mit Feuer, Leidenschaft, Glaube und der nötigen Portion Agressivität zog man dem SSC den Zahn. Der kämpfte sich Ende des Satzes zwar zurück und verkürzte zwischenzeitlich auf zwei Puntke (22:24), der VfB ließ aber diesmal nicht die Chance auf den Satzgewinn liegen und lag hochverdient mit 1:0 nach Sätzen in Front. 

Der Satzgewinn tat aber den Suhlerinnen nicht so gut, wie Gegner Schwerin. Diese fuhren ungefährdet den zweiten Satz ein. Den Suhler LOTTO-Damen fehlte es an Zielstrebigkeit, Genauigkeit und Fokus.

Das änderte sich erst Mitte des dritten Satzes wieder. Phasenweise herrschte zu viel Unruhe im VfB-Spiel, die Zarczynski-Schützlinge versuchten zwar vehement die individuelle Klasse des Rekordmeisters mit Kampfgeist wett zu machen, verzettelten sich aber das ein ums andere Mal. Dennoch wurde es nach einer Aufschlagserie der stark spielenden Claudia Steger wieder eng, Im Satzfinish kochten die Emotionen in der Wolfsgrube hoch, teilweise auch über. Nach nicht unumstrittenen Entscheidungen konnten die Gäste aus dem Nordosten aber den 25:21 Satzgewinn verbuchen. 

Im vierten Satz spielte der SSC dann seine ganze Erfahrung und Abgeklärtheit aus, arbeitete sich ungefährdet unter der Regie der starken Britt Bongaerts in Richtung Satz- und Spielende. Phasenweise hielten die Wölfe mit, allein der Glaube an eine Wende, wie in Satz drei, fehlte den Südthüringerinnen, um noch einmal entscheidend gefährlich werden zu können. 

Somit zieht der VfB Suhl LOTTO Thüringen nach der Auswärtspartie in Vilsbiburg auch beim Heimspiel gegen Schwerin mit 1:3 den Kürzeren. Durch die Super-Cup-Pause hat der VfB nun die Chance, seine Kräfte für die Auswärtspartie in Münster (23.10.) zu bündeln und dort die ersten Punkte eunzusacken. Die gezeigten Leistungen – wenn auch noch zu unkonstant – machen Lust und Mut auf mehr. 

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