1. Volleyball-Bundesliga Frauen: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (1:3) . 22.02.2020 Wolfsgrube Suhl (Foto: Tim Hoffmann)
1. Volleyball-Bundesliga Frauen: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (1:3) . 22.02.2020 Wolfsgrube Suhl (Foto: Tim Hoffmann)

VfB Suhl fordert den Tabellendritten – bleibt aber punktlos

Vor knapp 600 Zuschauern kann der VfB Suhl LOTTO Thüringen ein beherztes Spiel aufziehen, allein es reicht gegen den Tabellendritten SC Potsdam trotz couragierter Leistung nicht zu einem Punktgewinn. Die Brandenburgerinnen gewinnen in der „Wolfsgrube“ mit 3:1.

Suhls Starter verschlafen den Beginn der Partie, liegen deutlich 3:7 zurück. Wem da Böses schwante, sah sich aber schnell getäuscht. Owohl alles nach eine Gästeführung zur allerersten technischen Auszeit aussah, ging der VfB hochverdient mit 8:7 in selbige. Auch danach blieb Suhl weiter am Drücker, erhöhte zwischenzeitlich seine Führung auf zwei Punkte. Dennoch blieb Potsdam gefährlich, konterte bei 16:15, ehe Suhl bei 19:19 wieder ausglich. Es war ein ausgeglicheneres Spiel, als man es auf dem Papier hätte erwarten können, doch am Ende blieb alles beim Alten: Potsdam im Aufschlag und Angriff zu dominant sowie zwei unnötige Eigenfehler der Gastgeberinnen und der Satz ging mit 25:21 an die Gäste.

Im zweiten Durchgang kamen die Suhlerinnen besser aus den Startlöchern. 8:5 hieß es zwischenzeitlich, bevor sich erneut Fehler einschlichen und das Punktepolster aufgebraucht war. Zur zweiten techischen Auszeit hatte der Favorit bereits die Führung wieder inne (16:15).
Dies mal variantenreicher, gestaltete sich das Suhler Spiel etwas weniger ausrechenbar, allein die entscheidenden Bälle wollten nicht zu Boden fallen, zumindest nicht auf der Seite der Brandenburgerinnen. Die Durchschlagskraft, die bei Suhl fehlte, konnte Potsdam in Person von Emonts und Abercrombie aufbieten und sicherte sich auch Durchgang zwei, diesmal 25:20.

Angestachelt durch zwei aufeinanderfolgende Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten des Heimteams, war die Wolfsgrube im dritten Abschnitt schnell wieder in Fahrt. Auch die Suhler Wölfe zeigten sich weiter bissig, führten knapp und hielten mit dem Tabellendritten Schritt. Auch der zwischenzeitliche 12:15-Rückstand änderte nichts an der Unterstützung des Suhler Publikums für ihr Team. Das dankte es mit einer 16:15-Führung, die gar Stück für Stück ausgebaut wurde. Nach mehreren langen Ballwechseln mit Punkten von Jasper und Watson sowie einem Angriffsfehler der Potsdamerinnen hieß es 25:20 und damit Satzgewinn für den VfB.

In Satz vier machte Potsdam aber noch einmal deutlich, warum man auf Rang drei der Tabelle steht. Konzentriert und mit unbändiger Angriffspower wurden hohe Führungen (9:5, 16:10, 19:12) erspielt. Allein der VfB wollte sich nicht so leicht geschlagen geben, kämpfte diesmal ein ganzes Spiel lang um die Herzen seiner Fans und verkürzte sogar bis auf drei Punkte bei 18:21. Am Ende setzte sich Potsdam aber durch, auch weil Laura Emonts und Britanny Abercrombie 21 bzw. 23 Punkte erzielen konnten. Erneut entführen die Gäste aus Südthüringen drei Punkte. Wenigstens waren es diesmal hart erkämpfte.

„Wir haben das heute oftsmals ordentlich gemacht, hören aber insgesamt in den einzelnen Sätzen mit einigen Elementen zu früh auf druckvoll zu sein oder zu punkten. Mal im Aufschlag, mal im Angriff, mal in der Annahme. Dann holst du die Sätze nicht, das ärgert mich“, bilanzierte Trainer Mateusz Zarczynski. Ein weiterer Stimmungskiller: Durch den 3:1 Heimsieg von Schwarz-Weiss Erfurt hat der VfB nun fünf Punkte Rückstand auf das Team aus der Landeshauptstadt.

Zumindest die Fans lassen sich davon aber nicht abhalten, ihr Team am letzten Spieltag in der Riethsporthalle zu unterstützen. Bereits 180 Gästekarten sind verkauft.

Bevor am anstehenden Samstag das letzte Heimspiel gegen Aachen auf dem Programm steht, muss das Suhler Team am Mittwoch bei Allianz MTV Stuttgart antreten. Die Partie wird ab 18:25 Uhr live bei Sport1 im Free-TV übertragen.

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