VfB-Wölfe unterliegen Wiesbaden 1:3

Die Abbing-Schützlinge hatten sich vor stimmungsvoller Heimkulisse noch einmal viel vorgenommen, um sich im letzten Heimauftritt im Jahr 2016 gegen den Favoriten VC Wiesbaden ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Sicherlich liebäugelte man auf Suhler Seite auch mit einem Punktgewinn, da die Gäste diesbezüglich schon einige Tiebreakspiele im Saisonverlauf gegen etwas schwächere Teams fabrizierten. Doch trotz vorweihnachtlicher Stimmung in der Suhler „Wolfsgrube“, gab es diesmal wieder keine Geschenke in Form von Punkten für das Erreichen der Playoff-Plätze. Trotzdem konnte man einen kämpferischen Gastgeber erleben, dem manchmal nur das Quäntchen Glück fehlte, um dem erwünschten Ziel näher zu kommen.

Den besseren Auftakt erwischten die Hessinnen, bei denen die Slovakin Simona Kosova (auch im gesamten Spielverlauf!) gefährliche Aufschläge servierte und Wiesbaden 4:0 in Front brachte. Suhl kämpfte sich bis auf 9:9 heran, doch erneut 4 Punkte in Folge für die Gäste brachten eine kleine Vorentscheidung. Mit 19:25 ging der erste Satz dann deutlich an den Tabellenfünften.

Im zweiten Satz startete Suhl besser und lag bei den technischen Auszeiten mit 7:8 und 15:16 immer noch in Schlagdistanz. Dann ein Wechselbad der Gefühle bei den Suhler Fans, die Groß-Schützlinge legten stets einen Punkt vor, Suhl glich immer wieder aus, insbesondere die eingewechselte Tereza Patockova erwies sich als belebendes Element im VfB-Angriffsspiel über die Diagonalposition – doch zu mehr reichte es leider nicht. In dieser Phase hatten die Gäste auch etwas mehr Glück und konnten ihren 3. Satzball erfolgreich zum 25:27-Satzgewinn verwandeln.

Aus den Erfahrungen im 2:3-Heimspiel gegen Potsdam heraus, starteten die VfB-Damen im dritten Satz noch einmal eine Aufholjagd und schafften zu den Auszeiten jeweils eine Führung, die beim 18:15 erstmals 3 Punkte Vorsprung betrug. Insbesondere auf Veronika Hroncekova war Verlass, die im Angriff oder Aufschlag zu den erfolgreichsten VfB-Punktesammlern gehörte. Beim 24:22 hatten die Abbing-Schützlinge ihren ersten Satzball und verwandelten diesen zum 25:22 und 1:2-Satzanschluss.

Hoffnung beim VfB und den zahlreichen Fans, unter ihnen auch die Schmalkder Nachwuchs-Volleyball-Einlaufmädchen, doch diesmal erwischte Wiesbaden wieder den besseren Start. Die VfB-Damen um Mannschaftskapitänin Claudia Steger fighteten aber und schafften beim 11:11 den Ausgleich – die „Wolfsgrube“ bebte. Noch mehr Jubel, als die Südthüringerinnen zur zweiten technischen Auszeit sogar mit 16:14 in Führung gingen. Dann kam der sprunggewaltige Auftritt der eingewechselten australischen VCW-Angreiferin Hynes, die für Wiesbaden den Bann brechen konnte. Die hessischen Gäste verbuchten den dritten Satzgewinn (20:25). Letztendlich setzte sich der Favorit mit 3:1 durch und konnte alle 3 Zähler mit auf die Heimreise nehmen.

Für die Suhlerinnen gab es somit keine Geschenke in Form von Punkten zum letzten Heimauftritt. Trotzdem sahen die rund 850 Zuschauer ein unterhaltsames, spannendes Volleyballspiel und werden mit Sicherheit auch im neuen Jahr das VfB-Team unterstützen, wenn es am 14.01.2017 zum traditionsreichen Duell und Rückspiel gegen den amtierenden Meister aus Dresden geht. Zuvor stehen aber noch drei Auswärtsspiele auf dem VfB-Programm, zum letzten Saisonspiel 2016 müssen Steger & Co. am 4. Adventswochenende noch nach Münster reisen. Vielleicht gibt es ja da eine „glückliche Bescherung“?

„Sports & Travel“-MVP: Marrit Jasper (Suhl) und Irina Kemmsies (Wiesbaden).

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