1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (1:3) . Wolfsgrube Suhl . 30.12.2018
1. Frauen-Volleyball-Bundesliga: VfB Suhl LOTTO Thüringen : SC Potsdam (1:3) . Wolfsgrube Suhl . 30.12.2018

Zu viele Geschenke: VfB verliert gegen Potsdam 1:3

Zu Beginn der Partie vor einer prallgefüllten „Wolfsgrube“ entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams waren sofort im Spiel und hatten ihre Aktionen. Der VfB dann sogar mit leichten Vorteilen und kleinem Vorsprung bis in die Crunch-Time. Gute Suhler Blöcke, wenngleich Drpa und Co. mit ihrer Größe und Angriffshärte immer wieder punkten konnten. Zusätzlich eine stabile Annahme, über die der VfB seine Angriffe aufbauen konnte, ermöglichten den ersten Satzball bei 24:22. Am Aufschlag Ciganikova, die zuvor mit einem Monsterblock über Mitte die Chance auf den ersten Satzgewinn ermöglichte. Dieser wurde gleich nach einem weiteren starken Block von Claudia Steger gegen Potsdams beste Angreiferin Marta Drpa zum 25:22 verwandelt. Dass die Wolfsgrube nun überkochte, war selbstverständlich.

Ähnlich gleichwertiges Spiel auch im zweiten Durchgang, nun war es aber der SC Potsdam, der stets eine kleinere Führung durch den Satz brachte, den Suhl ab und an zwar ausgleichen konnte, aber nie vorbeizog. Als der Vorsprung der Brandenburgerinnen kurz vor dem Satzfinale erstmals auf drei Punkte anwuchs (19:16), gab’s die erste Auszeit. Zum Start ins Satzfinale zeigte die Punktetafel nur noch einen Punkt Rückstand (20:21). Es war ein Duell auf Messers Schneide. Mit zwei starken Tippbällen und einem Suhler Aufschlagfehler zu viel erreichten die Potsdamerinnen ihrerseits den 25:22 Satzerfolg und glichen zum 1:1 aus.

Nach der zehnminütigen Pause agierten beide Teams bis 5:4 für die Hausherrinnen mit angezogener Handbremse. Dann ein extrem langer Ballwechsel, den Suhls Block zum 6:4 verwerten konnte. Fortan waren alle in der Halle wieder da und der VfB besser. Man erspielte im Laufe des Satzes einen Vorsprung bis hin zum 15:12. Aber Suhl brachte sich mit einem Zuspielerin-Wechsel selbst aus dem Konzept. Potsdam konnte egalisieren und war fortan das bessere Team, cleverer und konstanter beim Punktesammeln und Fehler vermeiden. Vor allem Hölzig und Chausheva machten über Außen nun wichtige Zähler und damit dem VfB das Leben schwer. Der Vorsprung von zwei Punkten hielt somit bis zum 25:23-Satzende. Typisch für diesen Satz: Ein Aufschlagfehler beendete den Durchgang.

Suhls vierter Satz startete mit 0:4 und gleich einem Doppelbock des Schiedsgerichtes. Aber daran lag es nicht nur. Der VfB hatte an Substanz verloren und das merkte man gleich deutlich. Da sind die Topscorerinnen des SCP gleich zur Stelle und ließen nachlassende Suhlerinnen nicht unbestraft. Kontinuirlich wuchs der VfB-Rückstand an. Man erkämpfte sich zwar noch drei, vier spektakuläre und lange Ballwechsel. Das war es dann aber auch. Bei 16:25 war die Messe gelesen, das 1:3 vor gut 1400 Zuschauern (Rekordkulisse in dieser Saison) perfekt.

Es bleibt: Der VfB hat heute einen Punkt verschenkt. Vor allem im dritten Satz war dies möglich, wurde aber zu leichtfertig verspielt. Besonders im Aufschlag machten die Wölfe mit 20 Fehlern einfach zu viele Geschenke.
Dadurch verpasst man, sich in der Tabelle etwas Luft nach unten zu schaffen. Der Sieg Straubings tut auch dem VfB in der Tabelle weh, nicht nur Konkurrent Erfurt. Die individuelle Klasse und Erfahrung Potsdams machte den Unterschied. Mit der nötigen Cleverness wurden in den entscheidenden Phasen weniger Fehler gemacht.

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